Hochtontherapie - Ein Überblick

Die Hochtontherapie ist eine Weiterentwicklung der Elektrotherapie, die unter anderem von Allgemein- und Sportmedizinern, Orthopäden, Internisten und Diabetologen eingesetzt wird. Der Begriff „Hochton“-Therapie ist darin begründet, dass elektrischer Strom verwendet wird, der Schwingungen mit sehr hohen Frequenzen aufweist. Diese Frequenzen sind für das menschliche Ohr nicht mehr hörbar, wohl aber für manche Tiere wie Fledermäuse.

Anwendungsgebiete der Hochtontherapie

Zu den häufigsten Anwendungsgebieten zählt die Polyneuropathie, eine Erkrankung der Nerven, die häufig bei Diabetikern und Alkoholikern auftritt und starke Schmerzen verursachen kann. Mit Medikamenten ist die Polyneuropathie häufig schwer zu behandeln. Andere Krankheitsbilder, bei denen eine Hochtontherapie sinnvoll sein kann, sind die Kniearthrose, Schulter-, Rücken- und Kopfschmerzen, Sportverletzungen, Gewebsschwellungen wie beim Tennisarm, Durchblutungsstörungen sowie bei Asthma und psychische, psychosomatische und psychiatrische Erkrankungen.  Die Behandlung wird meistens als sehr angenehm erlebt und erfreut sich daher auch im Wellness-Bereich wachsender Beliebtheit.

Eine schulmedizinische Akzeptanz der Hochtontherapie liegt nicht vor, da die Studien teilweise mit einer kleinen Anzahl von Teilnehmern oder über eine kurze Beobachtungsdauer oder ohne Kontrollgruppe durchgeführt wurden.

Frau mit Schmerzen in der Hand
Schmerzen in der Hand - Anwendungsgebiete der Hochtontherapie

Funktionsweise der Hochtontherapie

    • Die Hochtontherapie ist eine weltweit patentierte Weiterentwicklung der „normalen“ Elektrotherapie
    • Sie nutzt im Gegensatz zur bekannten Mittelfrequenztherapie mit typ. 4kHz einen Frequenzscan von 4kHz bis 32kHz. Bedeutet: mehr Frequenzen = mehr Energie.
    • Bei der Hochtontherapie wird die eine nicht-stimulatorische (metabolisch) Wirkung im Gegensatz zur Elektrotherapie intensiviert.

Wer bietet die Hochtontherapie an?

In Deutschland gibt es fünf Schwerpunktkliniken und einige medizinische Therapiezentren, die Hochtontherapie als Behandlung anbieten. Nähere Informationen bietet die Infoline Medizinische Muskelstimulation (Telefon 0 62 53/80 81 55). Zudem können auf unserer Seite passende Ärzte in Wohnortnähe gefunden werden. Dazu muss der Menüpunkt „Behandlung“ ausgewählt und bis zum Ende der Seite gescrollt werden. Dort befindet sich eine Suchmaschine, die nach Postleitzahl oder Wohnort und Umkreis in Kilometern Anbieter für Hochtontherapie heraussucht.

Die Hochtontherapie können Sie auch zu Hause mit dem HiToP® 191 durchführen.

Therapie-Ablauf

Die Hochtontherapie kann beim Arzt oder Physiotherapeuten, aber auch Zuhause stattfinden. Wichtig ist, dass ein ruhiger Raum verfügbar ist, in dem der Patient angenehm liegen kann. Zur Steigerung des Wohlbefindens können Entspannungs- oder Meditationsmusik und Düfte beitragen. Patienten sollten vorher auf die Toilette gehen, da die Behandlung die Blase stimulieren kann. Eine Behandlung kann den ganzen Körper oder nur einzelne Bereiche umfassen. Eine Sitzung dauert etwa eine Stunde. Häufig schlafen Patienten bei der Behandlung ein und werden zum Ende beispielsweise mit einem sanften Gong-Schlag geweckt. Wie viele Sitzungen notwendig sind, hängt vom Patienten und dem Krankheitsbild ab.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind nicht bekannt und die Behandlung ist nicht unangenehm. Stromstärke und Frequenz der Schwingungen sind individuell anpassbar. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Herzschrittmachern. Diese sollten zunächst mit ihrem Kardiologen abklären, ob eine Hochtontherapie möglich ist.

Des Weiteren sollte bei Fieber oder akuter Infektion von einer Hochtontherapie-Sitzung abgesehen werden. Bei Schwangeren ist die Hochtontherapie noch nicht abschließend erforscht, sodass während einer Schwangerschaft zur Sicherheit von Mutter und Kind auf die Hochtontherapie verzichtet werden sollte.

Kosten

Patienten können für 99 Euro ein Leihgerät für einen Probemonat erhalten. Sind sie von der Behandlung überzeugt, lässt sich ein Gerät für 195 Euro pro Monat mieten. Mehr zum HiToP® 191 erfahren Sie hier: https://www.schmerz-med.de/hitop-testen/

 

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Ärzte- und Therapeutensuche

Immer mehr Ärzte und Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen bieten die Hochtontherapie in ihrer Praxis an und empfehlen Polyneuropthie-Patienten die regelmäßige Anwendung zuhause.

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