
Die Erkrankung der Nerven beginnt schleichend und verläuft ohne Behandlung chronisch fortschreitend: Jeder dritte bis vierte Patient mit Typ2-Diabetes leidet im Laufe seiner Erkrankung unter Nervenschädigungen, der so genannten peripheren Polyneuropathie. Ursache der Beschwerden: der chronisch erhöhte Blutzucker.
Am häufigsten tritt die so genannte distal-symmetrische sensible Polyneuropathie auf, bei der die Beschwerden an den Füßen und Unterschenkeln beginnen. Von den Patienten selbst werden die Schmerzen als brennend (burning feet = brennende Füße), bohrend, einschießend, krampfartig oder stechend (lanzinierend) typisiert, heißt es beim Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf. Nachts werden die Beschwerden stärker, in Bewegung bessern sie sich. Viele Patienten sind aber so eingeschränkt, dass ihnen die aktive Bewegung nicht mehr möglich erscheint. Die Lebensqualität der Betroffenen sinkt aufgrund der Beschwerden erheblich, oft sind auch Depressionen die Folge.

Herbert Wittig, 85 Jahre, aus Kiel:
„Ich leide seit mindestens 10 Jahren unter Polyneuropathie. Am schlimmsten war das fürchterliche Reißen in den Beinen. Ich habe Tabletten geschluckt und TENS angewandt, aber das war alles halber Kram. Erst die Hochtontherapie hat mir Linderung verschafft.“
Die Früherkennung durch den Arzt und die Therapie der Krankheit sind daher unerlässlich. Behandelt wird heute noch überwiegend mit verschiedenen Medikamenten aus dem Bereich der Psychopharmaka oder der Epilepsiebehandlung, oft verbunden mit Nebenwirkungen. Studien zeigen jedoch, dass sowohl im Anfangsstadium als auch bei einer chronischen Krankheit die Hochtontherapie als neuartiges physikalisches Verfahren eine geeignete alternative, nebenwirkungsfreie Behandlung ist.
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